Punktmuster

Spiders zeigen Moral gegen den Südmeister

Autor: PassionPress.eu

Die Straubing Spiders haben ihr Heimspiel gegen die Schwäbisch Hall Unicorns mit 13:35 verloren. Gegen den bereits feststehenden Südmeister zeigte die Mannschaft von Head Coach Sven Dorfner über weite Strecken eine deutlich stabilere Leistung als zuletzt und hielt die Partie vor allem in der ersten Halbzeit lange offen. Am Ende setzte sich jedoch die größere Effizienz der Gäste durch.


Mutiger Beginn der Spiders


Straubing startete engagiert in die Begegnung und bewegte den Ball im ersten Drive konsequent über das Laufspiel. Quarterback Raleigh Benjamin Yeldell III und Anthony Earl Green Jr. sorgten früh für Raumgewinn, ehe ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte den vielversprechenden Auftakt stoppte.

Schwäbisch Hall nutzte diese Gelegenheit und ging durch einen Touchdown Pass von Julius Klenk auf Marvin Fuchs mit 7:0 in Führung. Dennoch blieb Straubing zunächst gut im Spiel. Die Defense setzte den gegnerischen Quarterback mehrfach unter Druck und zwang die Unicorns zwischenzeitlich auch zum Punt.


Turnover bringen Hall vor der Pause weg

Im zweiten Viertel bot sich den Spiders erneut die Möglichkeit, offensiv in aussichtsreiche Position zu kommen. Nach einer Interception von Justus Schwarzenberger erhielt Straubing den Ball zurück, konnte daraus jedoch keine Punkte erzielen. Die entscheidende Phase folgte kurz vor der Halbzeit. Schwäbisch Hall erhöhte zunächst durch Jimmy Sawang auf 14:0. Wenige Sekunden später nutzten die Unicorns eine Interception tief in der Straubinger Hälfte und stellten durch Rayjuon Pringle auf 21:0.

Trotz des Rückstands zeigte die Defense weiterhin Gegenwehr. Luca Aigner fing kurz vor der Pause einen weiteren Pass von Julius Klenk ab und brachte die Spiders noch einmal in aussichtsreiche Feldposition. Der anschließende Field Goal Versuch blieb jedoch ohne Erfolg.

Starker Drive bringt erste Punkte


Nach der Pause erhöhte Schwäbisch Hall durch Cem Kahveci zunächst auf 28:0. Straubing antwortete darauf mit seinem besten Drive des Tages. Über zwölf Spielzüge und 80 Yards arbeitete sich die Offense konsequent über das Feld. Yeldell fand Jordan Xavier Pouncey mehrfach im Passspiel, Anthony Earl Green Jr. setzte wichtige Läufe und brachte sein Team tief in die Hälfte der Unicorns. Schließlich fing Pouncey einen Pass über neun Yards zum Touchdown. Der Extrapunkt misslang, Straubing verkürzte damit auf 6:28.

Spiders kämpfen bis zum Schluss


Zu Beginn des vierten Viertels stellte Schwäbisch Hall durch den zweiten Touchdown von Marvin Fuchs auf 35:6. Straubing ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und spielte die Partie bis zum Ende konzentriert weiter. Im letzten Drive marschierten die Spiders noch einmal über 78 Yards. Yeldell, Jvonte Kareem Davis und Okeoghene Ovie Bazunu sorgten dabei für wichtige Raumgewinne. 52 Sekunden vor dem Ende vollendete Straubing den Drive mit einem Lauf über fünf Yards zum zweiten Touchdown des Tages. Kristof Komiszar verwandelte den Extrapunkt zum 13:35 Endstand.

Laufspiel und Defense setzen Akzente

Straubing kam insgesamt auf 223 Yards Raumgewinn und überzeugte vor allem am Boden. Die Spiders erliefen 146 Yards und damit deutlich mehr als die Unicorns, die auf 92 Rushing Yards kamen. Raleigh Benjamin Yeldell III war mit 59 Rushing Yards der erfolgreichste Läufer der Spiders. Anthony Earl Green Jr. steuerte 41 Yards bei, Jvonte Kareem Davis kam auf 31 Yards. Im Passspiel war Jordan Xavier Pouncey mit vier gefangenen Pässen für 38 Yards und einem Touchdown der erfolgreichste Receiver. Auch defensiv gelangen wichtige Aktionen. Justus Schwarzenberger und Luca Aigner fingen jeweils einen Pass ab. Charles Patrick Hangartner III war mit 11,5 Tackles, zwei Tackles für Raumverlust und 1,5 Sacks einer der auffälligsten Spieler der Straubinger Defense.

Effizienz entscheidet die Partie

Der Unterschied lag vor allem in der Verwertung der Chancen. Schwäbisch Hall kam auf 374 Yards Total Offense und erzielte fünf Touchdowns durch die Luft. Quarterback Julius Klenk brachte 22 seiner 27 Pässe für 282 Yards an. Straubing hielt bei Third Downs dagegen und verwandelte sechs von elf Versuchen. Gleichzeitig belasteten vier Turnover die Offense erheblich. Gerade gegen ein Team von der Qualität der Unicorns waren diese Ballverluste am Ende nicht zu kompensieren. Trotz der Niederlage zeigte die Partie, dass die Spiders auch gegen den ungeschlagenen Tabellenführer längere Drives aufbauen, defensiv Ballgewinne erzwingen und bis zum Schlusspfiff geschlossen auftreten können. Auf dieser Leistung gilt es in den kommenden Wochen aufzubauen.