24:59-Auswärtssieg bei den Frankfurt Universe

Schön war es nicht gewesen, aber am Ende hat das Team der Spiders gezeigt, dass sie auch in solchen Duellen das Ruder herumreißen und siegreich das Feld verlassen kann. In einem klassischen „Trap-Game“ beim Schlusslicht der GFL Süd-Gruppe tat sich das Team von Head Coach Max Macek lange schwer und man hat schnell gemerkt, dass ein dünner Kader, egal gegen welches Team in der GFL, nicht so leicht zu kompensieren ist: „Wir konnten nicht in voller Mannschaftsstärke antreten und haben auch im Laufe der Partie weitere Ausfälle kompensieren müssen. Das machst du nicht mal so eben schnell. Frankfurt war hochmotiviert und hat nach unseren anfänglichen Schwierigkeiten sehr viel Glauben gewonnen. Das hat uns das Leben in der ersten Hälfte enorm schwer gemacht!“, so Head Coach Max Macek. 

Die Offensive der Spiders kam explosiv aus der Kabine, marschierte direkte zweimal in die Endzone – wurde jedoch zweimal zurückgepfiffen aufgrund ärgerlicher Strafen. So verpasste man die direkte Führung, der Weg in die Endzone war zu weit. Dennoch stoppte die Defense der Spinnen direkt die ersten Bemühungen der Universe, so konnten die Spiders doch standesgemäß die Führung erreichen – Lamar Carswell mit dem ersten Touchdown des Tages zum 0:6. Doch die Frankfurter hatten heute jedoch keine Lust, aufzustecken, die Universe scorten im Gegenzug und gingen sogar in Führung zum 7:6. 

Die Offensive der Spinnen zeigte sich jedoch unbeeindruckt und spielte konzentriert ihr Spiel, Lamar Carswell bedient von Raleigh Yeldell erzielte seinen zweiten Touchdown des Tages zum 07:14 (2 Point-Conversion durch Martin Gierl). Aber eben auch die hessische Offensive war hervorragend aufgelegt und zeigte sich deutlich verbessert zu den Vorwochen, während die Defensive der Spinnen einfach keinen Zugriff auf das Spiel bekam, erneut liefen die Frankfurter in die Endzone zum 14:14-Ausgleich. 

Die aufkeimende Hoffnung in der PSD-Bank Arena wusste dann aber erneut Lamar Carswell zu ersticken – variable Mischung aus Pass-und Laufspiel, gepaart mit der No-Huddle Offensive der Spinnen, sorgte für große Unruhe in der Universe-Defense, das wusste Carswell zu nutzen und lief unbeeindruckt zum 14:21. Die Spiders-Defense konnte den letzten Drive vor der Pause stoppen, es sprang nur ein Field Goal heraus zum Halbzeitstand von 17:21.

Kein Pausenstand, den man sich gewünscht hat: „Wir haben insgesamt keine gute erste Hälfte gespielt, viele kleine Fehler haben dafür gesorgt, das Frankfurt überhaupt noch im Spiel war. Wir haben in der Pause die richtigen Worte und Adjustments gefunden, damit wir schnell die Partie doch in unsere Richtung drehen konnten!“, so Macek.

In der Tat drückte das gesamte Team der Spiders nach der Pause so aufs Gas, dass die Universe nicht mehr mitkamen – 24 Punkte deren 0 auf Seiten der Universe im 3. Viertel, entschieden die Partie. Philipp Schmitt sicherte im ersten Play nach der Pause einen Fumble, dieses Geschenk nahm die Offensive der Spinnen sehr gern an und durch diese Spielszene war scheinbar auch der Wille der Hessen endgültig gebrochen – Raleigh Yeldell bediente Wide Receiver Jan Hochschild mustergültig zum 17:29. 

Die Defensive der Spiders mit einer anderen Körpersprache und Druck auf Frankfurt sorgte für wenig Raumgewinn, während die Offense nicht mehr zu stoppen war – wieder einmal war es Lamar Carswell der kreuz und quer über das Feld lief und nicht zum Greifen war, zum Zwischenstand von 17:37. Doch nicht nur Lamar Carswell hatte einen großen Tag, auch Jan Hochschild war vom Backfield der Universe nicht zu stoppen, zwar wurde er kurz vor der Endzone gestoppt, markierte jedoch fast 50 Yards. Vollendet wurde dann von Alex von Poblotzki zum 17:45. Die Frankfurter belohnten sich jedoch für ihren Einsatzwillen und drückten der Spiders Defense noch einen Touchdown rein, zum 24:45. 

Doch – die Offensive der Spinnen war vor allem in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu stoppen. Martin Gierl mit großartigen Läufen über das Feld, gepaart mit schönen Pässen wurde dann eben durch einen Touchdown von Yeldell auf Natunen abgeschlossen, der junge Finne erzielte das 24:51. 

Es war jedoch immer noch nicht Schluss in der PSD-Bank Arena – die Universe, man merkte ihr den langen Tag an, mit vielen Fehlern, ein missglückter Punt sorgte dafür, dass die Spiders nochmal an der faktisch an der Goalline auf den Platz durften und da ließ man sich dann natürlich nicht zweimal bitten – erneut war es Alex von Poblotzki der sich in die Endzone durchtankte und den Endstand von 24:59 herstellte. 

Die Art und Weise und auch das Ergebnis stellte die Coaching Staff dann doch zufrieden: „In der zweiten Hälfte haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt – wir waren konzentriert, haben eigentlich keine Fehler gemacht und entsprechend dann auch 38 Punkte gemacht, während Frankfurt nur noch 7 Punkte erzielt hat. Das hätte ich mir von Beginn an gewünscht, aber das haben wir lange Zeit verpasst. Es ist jedoch gut zu sehen, dass wir auch so ein Spiel dann immer noch drehen können bzw. die richtigen Adjustments im Spiel bringen können, um die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden!“, so Max Macek. 

Für das GFL-Team der Spinnen ist kommendes Wochenende spielfrei, bevor dann die Wochen der Entscheidung anstehen – am 13.08. empfangen die Spiders die Allgäu Comets in Straubing und am 21.08 dann die Munich Cowboys. Aktuell grüßt der Aufsteiger von Tabellenplatz 2 und hat aktuell Heimrecht im Play-Off Viertelfinale: „Die Mannschaft spielt eine phänomenale Saison. 7 Spiele, 6 Siege – davon haben wir vor der Saison nur träumen können. Unser Ziel Klassenerhalt war eigentlich nach 3 Spieltagen schon erreicht, jetzt haben wir das nächste Ziel Play-Offs auch erreicht. Jetzt sind wir erstmals die Gejagten und wollen das dritte Ziel erreichen – Heimrecht im Viertelfinale!“ , so Sportchef Oliver Helml.