35:18-Auswärtssieg gegen Ravensburg am Hitze-Sonntag

Die Straubing Spiders und GFL – das passt, auch wenn es vielleicht erst drei Partien sind, die absolviert wurden, hat die Mannschaft bisher bei allen drei Auftritten deutlich gezeigt, man ist in diese Liga gekommen, um zu bleiben. Nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel äußerte sich der Head Coach stolz auf seine Mannschaft: „Wir hatten heute definitiv zwei harte Gegner – die Razorbacks und die Hitze, wobei das heiße Wetter ja für beide Seiten betreffend war. Das war schon eine enorme Belastung für alle Beteiligten, die wir jedoch hervorragend gemeistert haben und somit eigentlich den fast perfekten Saisonstart hingelegt haben!“, so Max Macek. 

Die Spiders, zu Beginn in Ballbesitz, wollten wie schon in den Vorwochen gut aus der Kabine kommen, um die Ravensburger, die in der Vorwoche ja eine empfindliche Niederlage in Kempten kassiert hatten, früh unter Druck zu setzen. Das gelang auch soweit, jedoch verhinderten kleinere Fehler den finalen Durchbruch zum Touchdown. Auf der Gegenseite war die Defense hervorragend aufgelegt und ließ keinen Zweifel aufkommen, dass sie vorbereitet waren, entsprechend waren ein paar First Downs die einzigen Flecken auf der weißen Weste. 

Kurz vor dem ersten Seitenwechsel dann endlich die Erlösung – ein erfolgreicher Punt Return von Deshaun Paper brachte die Offense in hervorragende Feldposition, Lamar Carswell ließ sich nicht zweimal bitten zum 7:0 (PAT Schwetz). Beflügelt vom geplatzten Knoten war es vor allem das zweite Viertel dann, was sich die Spiders in eine starke Ausgangsposition brachten – einmal Jan Hochschild und danach erneut Lamar Carswell sorgten für die 21:0-Halbzeitführung (2x PAT Schwetz) im Hitzekessel Weingarten. 

Doch die „Abkühlung“ in den Katakomben des Lindenhofstadions half eher dem Gastgeber als den Spiders – zwar forcierte das Kickoff Team einen Ballverlust, der aber vermeintlich von Ravensburg aufgenommen wurde, das Glück und Momentum nahmen die Razorbacks mit und erzielten ihren ersten Touchdown des Tages, allerdings ohne Extrapunkt. Überhaupt gelang den Wildschweinen kein einziger Extrapunkt, sie stellten sich auch nie zu einem Kick auf. 

Die Spiders Offense, die zuvor die abschließenden Drives sehr erfolgreich abschließen konnte, startete in der schlechtmöglichsten Variante – zwar marschierte man, jedoch gelang den Ravensburgern einen Fumble zu forcieren, den sich die Spiders auch nicht mehr zurückholen konnten, somit standen die Razorbacks an der Spiders 35-Yard Linie und ließen es sich nicht nehmen, auf 21:12 zu verkürzen. Aber – eine der großen Stärken und Tugenden der Spiders-Offense in dieser Saison war es, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und vor allem kühlen Kopf zu bewahren. 

So folgte die Antwort prompt – ein langer, ausgedehnter Drive mit enormen Variablen sorgte dafür, dass man viel Zeit von der Uhr nehmen konnte, aber gleichzeitig auch marschierte. Abschließend war es dann Raleigh Yeldell der Marvin Müller in der Endzone bediente zum 28:12. Die Razorbacks steckten jedoch nicht auf, verkürzten nochmal auf 28:18, bevor dann aber die Spiders-Offense wieder über 5 Minuten von der Uhr nahm und im Gegensatz zum Spiel in Kempten dann auch abschließend scorte – Raleigh Yeldell persönlich marschierte in die Endzone zum 35:18-Endstand, beide Extrapunkte in Halbzeit 2 verwandelte Simon Schwetz sicher. 

Für die sportliche Führung der Spiders ist der Saisonauftakt perfekt verlaufen: „Unser Ziel ist und war es, dass wir uns so schnell es geht von der unteren Tabellenregion entfernen können. Nach dem Allgäu-Spiel war uns bewusst, dass wir mit dem Teams mitspielen können und mit einem Quäntchen Glück auch das ein oder andere Spiel „stehlen“ können. Jetzt haben wir direkt zwei schwere Auswärtspartien gewonnen und nur gegen Schwäbisch Hall verloren. Besser könnte es fast nicht gelaufen sein!“, so Sportchef Oliver Helml. 

Die Mannschaft von Max Macek steht momentan auf Tabellenplatz 3 und hat bereits 4 Punkte Vorsprung vor dem Abstiegsplatz. Dazu hat das Team eine Woche spielfrei und kann sich voll auf das nächste Duell zu Hause gegen Marburg fokussieren. Die Mercenaries haben bisher nur zwei Duelle gespielt gegen München und Saarbrücken, dort jeweils verloren und gewonnen.